{"id":963,"date":"2018-12-17T16:23:52","date_gmt":"2018-12-17T15:23:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.2kmc.de\/?p=963"},"modified":"2019-02-07T10:43:31","modified_gmt":"2019-02-07T09:43:31","slug":"brandklasse-b1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.2kmc.de\/en\/brandklasse-b1\/","title":{"rendered":"Brandklasse B1???"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;um es vorweg zu sagen: Der Titel ist sowas von falsch! Aber&#8230;<\/p>\r\n<h3 class=\"has-medium-font-size\">was denn nun? Brandschutzklassen &#8211; Baustoffklassen &#8211; Brandklassen?<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gelegentlich herrscht da ein reges Durcheinander. Bezeichnungen und Abk\u00fcrzungen gehen recht wild durcheinander. Im Kern geht es aber immer um das <strong>Brandverhalten<\/strong>\u00a0und das <strong>L\u00f6schen<\/strong> von Baustoffen und damit um die Frage &#8222;Wie verh\u00e4lt sich ein Baustoff im Brandfall?&#8220; Wobei ein Baustoff nicht nur Sand, Beton oder eine Gipskartonwand sein kann, sondern durchaus auch der B\u00fchnenvorhang oder der Backdrop aus Molton.<\/p>\r\n<h2>Baustoffklassen<\/h2>\r\n<p>Grundlage des Klassifizierungssystems sind zwei Normen. Die alte DIN\u00a04102 &#8222;Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen&#8220; und seit dem Jahr 2010 zus\u00e4tzlich die Europ\u00e4ische Norm DIN EN 13501 &#8222;Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten&#8220;. Beide Normen gelten bis auf weiteres parallel, sind in ihrer Klassifizierungssystematik aber durchaus unterschiedlich &#8211; was die Sache nicht unbedingt vereinfacht.<\/p>\r\n<p>Beide Normen definieren das Brandverhalten nach\u00a0<b>Baustoffklassen<\/b>. H\u00e4ufig trifft man auch auf den Begriff <strong>Brandschutzklasse<\/strong>. Dies ist ein Begriff aus der DIN 4102.\u00a0Je nach Kontext sind damit die <strong>Baustoffklassen<\/strong> oder die <strong>Feuerwiderstandsklassen<\/strong> gemeint.\u00a0Die DIN EN 13501-1 spricht von <strong>Bauproduktklassen<\/strong>, was jedoch nichts anderes ist als die Baustoffklasse aus der deutschen Norm.<\/p>\r\n<h4><b>Die DIN EN 13501 besteht aus f\u00fcnf Teilen:<\/b><\/h4>\r\n<div class=\"Absatz\">\r\n<ul>\r\n<li><strong>DIN EN 13501-1, Norm 2010-01<\/strong><br \/>Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten\u00a0\u2013 Teil\u00a01: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Pr\u00fcfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten<br \/>Deutsche Fassung EN\u00a013501-1:2007+A1:2009<\/li>\r\n<li><strong>DIN EN 13501-2, Norm 2010-02<\/strong><br \/>Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten \u2013 Teil\u00a02: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandspr\u00fcfungen, mit Ausnahme von L\u00fcftungsanlagen<br \/>Deutsche Fassung EN\u00a013501-2:2007+A1:2009<\/li>\r\n<li><strong>DIN EN 13501-3, Norm 2010-02<\/strong><br \/>Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten \u2013 Teil\u00a03: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandspr\u00fcfungen an Bauteilen von haustechnischen Anlagen: Feuerwiderstandsf\u00e4hige Leitungen und Brandschutzklappen<br \/>Deutsche Fassung EN\u00a013501-3:2005+A1:2009<\/li>\r\n<li><strong>DIN EN 13501-4, Norm 2010-01<\/strong><br \/>Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten \u2013 Teil\u00a04: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandspr\u00fcfungen von Anlagen zur Rauchfreihaltung<br \/>Deutsche Fassung EN\u00a013501-4:2007+A1:2009<\/li>\r\n<li><strong>DIN EN 13501-5, Norm 2010-02<\/strong><br \/>Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten \u2013 Teil\u00a05: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus Pr\u00fcfungen von Bedachungen bei Beanspruchung durch Feuer von au\u00dfen<br \/>Deutsche Fassung EN\u00a013501-5:2005+A1:2009<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<p>Einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das Klassifizierungssystem soll die folgende Tabelle nach <strong>Baustoffklassen<\/strong> geben.<\/p>\r\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-2014 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.2kmc.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Baustoffklassen_01.gif\" alt=\"\" width=\"534\" height=\"424\" \/><\/p>\r\n<p>In der vierten Spalte ist jeweils der Kurzname f\u00fcr die Klasse zum Brandverhalten nach DIN EN 13501-1 angegeben. Zum Vergleich stehen in der f\u00fcnften Spalte die Kurznamen der bisherigen und zun\u00e4chst auch bis auf weiteres g\u00fcltigen DIN 4102. Seit der Ver\u00f6ffentlichung in der Bauregelliste 2002\/1 wird bei neuzugelassenen Baustoffen f\u00fcr die Einstufung jedoch nur noch die DIN EN 13501-1 verwendet.<\/p>\r\n<p>Eine eindeutige Zuordnung der europ\u00e4ischen Klassifizierungen nach DIN EN 13501-1 zu den Klassen nach DIN 4102-1 ist auf Grund unterschiedlicher Pr\u00fcfkriterien in vielen F\u00e4llen <b>nicht<\/b> m\u00f6glich. Nur bei der Hauptgruppe A gibt es eine weitgehende \u00dcbereinstimmung zwischen der bisherigen und der neuen Norm. Wie in der Tabelle zu sehen ist, \u00fcberschneidet sich jedoch die Klassifikation B1 nach DIN 4102 ebenfalls teilweise mit der Klassifikation A2 nach DIN EN 13501.<\/p>\r\n<p>Das Brandverhalten nach DIN EN 13501-1 ist durch entsprechende Hinweise zur Rauchentwicklung und zum Abtropfen weiter spezifiziert. Hier\u00a0sind folgende Unterteilungen der Klassen zum Brandverhalten, zur Rauchentwicklung (Kurzzeichen <i>s<\/i> f\u00fcr <i>smoke<\/i>) und zum brennenden Abtropfen bzw. Abfallen (Kurzzeichen <i>d<\/i> f\u00fcr <i>droplets<\/i>) vorgesehen:<\/p>\r\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1869 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.2kmc.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Unterteilung-Rauch-Tropf.gif\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"261\" \/><\/p>\r\n<p>Der neu gekaufte B\u00fchnen-Molton kann also nach DIN 4102 die schlichte Klassifizierung &#8222;B1&#8220; haben. Das gleiche Material ist dann nach DIN EN 13501-1 mit &#8222;B-s1, d0&#8220; klassifiziert.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<h2>Brandklassen<\/h2>\r\n<p>Der Begriff <strong>Brandklasse<\/strong>\u00a0hat nichts mit der Klassifizierung von Baustoffen (auch wenn es in manchem Katalog f\u00fcr B\u00fchnenstoffe anders steht) sondern mit der Einteilung von Br\u00e4nden nach DIN EN 2 zu tun. Hinweise zu Brandklassen findet man zum Beispiel auf Feuerl\u00f6schern. Sie geben an, f\u00fcr welche Klassen das enthaltene L\u00f6schmittel (zum Beispiel: ABC-Pulverl\u00f6scher) geeignet ist.\u00a0Jede Brandklasse repr\u00e4sentieret dabei bestimmte Stoffeigenschaften. Die DIN EN 2 gibt damit wesentliche Anhaltspunkte, welche Feuerl\u00f6scher bei bestimmten Objekten eingesetzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\r\n<h4>Brandklassensymbole<\/h4>\r\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1874\" src=\"https:\/\/www.2kmc.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Fire_Classes_1024.gif\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"211\" \/><\/p>\r\n<p>Die Farbe der Symbole ist variabel. \u00dcblich ist eine Darstellung schwarz auf wei\u00dfem Grund, auf Handfeuerl\u00f6schern h\u00e4ufig wei\u00df auf rotem Grund.<\/p>\r\n<h4>Brandklassentabelle<\/h4>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1879\" src=\"https:\/\/www.2kmc.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Brandklassen.gif\" alt=\"\" width=\"657\" height=\"595\" \/><\/p>\r\n<p>* Brandklassen und Beschreibungen entsprechen dem Wortlaut der DIN EN 2. Beispiele, L\u00f6schmittel und Hinweise dienen der Erl\u00e4uterung und sind nicht Bestandteil der DIN EN 2. Die beispielhaft aufgef\u00fchrten L\u00f6schmittel beziehen sich prim\u00e4r auf sicher einsetzbare L\u00f6schmittel im \u00fcblichen Einsatz durch Personen. Im Einzelfall sowie bei L\u00f6schanlagen k\u00f6nnen sich weitere, zum Teil komplex begr\u00fcndete Eignungen oder Ausschl\u00fcsse ergeben.<\/p>\r\n<h4>L\u00f6schmitteleinteilung<\/h4>\r\n<p>Entsprechend den Brandklassen (was muss gel\u00f6scht werden?) sind zum L\u00f6schen geeigneten L\u00f6schmittel eingeteilt (womit sollte\/muss gel\u00f6scht werden?).<\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1882\" src=\"https:\/\/www.2kmc.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Feuerl\u00f6scher.gif\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"691\" \/><\/p>\r\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\r\n<div class=\"section\">\r\n<div class=\"layoutArea\">\r\n<div class=\"column\">In der Veranstaltungstechnik werden im Bereich von elektrischen Anlagen (z.B. Dimmer-City) CO<sub>2<\/sub>-Feuerl\u00f6scher eingesetzt. Wer in diesem Bereich schon einmal einen Pulverl\u00f6scher zum Einsatz bringen musste, weiss warum.<\/div>\r\n<div class=\"column\">Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) ist ein r\u00fcckstandsfreies L\u00f6schmittel, das nicht elektrisch leitf\u00e4hig ist. CO<sub>2<\/sub>-Feuerl\u00f6scher sind <strong>nur<\/strong> f\u00fcr die Brandklasse <strong>B<\/strong> zugelassen. Sie kommen daher insbesondere in Bereichen von EDV-Anlagen, Serverr\u00e4umen und Schaltschr\u00e4nken zum Einsatz. Aber auch f\u00fcr R\u00e4ume mit Reinraumtechnik oder in anderen R\u00e4umen, an die besondere hygienische Anforderungen gestellt werden, sind diese Feuerl\u00f6scher optimal geeignet.<\/div>\r\n<div>\u00a0<\/div>\r\n<div>Aber <strong>Achtung<\/strong>! Der Einsatz von\u00a0CO<sub>2<\/sub>-Feuerl\u00f6schern sollte ge\u00fcbt werden und man sollte sich genau bewusst sein, was man tut.\r\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\r\n<div class=\"layoutArea\">\r\n<div class=\"column\">\r\n<p>Denn der L\u00f6scheinsatz mit CO<sub>2<\/sub>\u00adFeuerl\u00f6schger\u00e4ten kann in kleinen und engen R\u00e4umen durchaus lebensgef\u00e4hrlich sein. Beim L\u00f6schen kann durch das in Sekunden freigesetzte CO<sub>2<\/sub>\u00adVolumen sehr schnell eine hohe Konzentration von CO<sub>2<\/sub> in der Raumluft erreicht werden. Bereits ab 5 bis 8 Volumen\u00ad% CO<sub>2\u00a0<\/sub>in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Verst\u00e4rkter Atemantrieb oder Atemnot sind m\u00f6gliche Warnzeichen.<\/p>\r\n<p>Deshalb muss der Verantwortliche im Sinne der VSt\u00e4ttVO im Rahmen der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung die bereitgestellten CO<sub>2<\/sub>-L\u00f6schmittelmengen (Feuerl\u00f6scher) in Bezug zu den Raumgr\u00f6\u00dfen \u00fcberpr\u00fcfen. Gegebenenfalls sind weitere oder andere technische und\/oder organisatorische Ma\u00dfnahmen (z. B. andere L\u00f6schmittel, von au\u00dfen zu bet\u00e4tigende L\u00f6scheinrichtungen, Kleinl\u00f6sch- oder Objektl\u00f6schanlagen, Betriebsanweisung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung) zu treffen.<\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"column\">\r\n<p>Feuerl\u00f6scher m\u00fcssen nach dem Brandeinsatz oder nach unbeabsichtigter Bet\u00e4tigung, auf jeden Fall aber nach sp\u00e4testens zwei Jahren\u00a0wieder einsatzbereit gemacht werden. Bei gewerblicher Nutzung ist die regelm\u00e4\u00dfige Instandhaltung nach sp\u00e4testens zwei Jahren \u2013 auch bei Nichtverwendung \u2013 nach DIN 14406, Teil 4 vorgeschrieben (und wird gerne einmal gepr\u00fcft).<\/p>\r\n<h2>Feuerwiderstandsklassen<\/h2>\r\n<p>Feuerwiderstandsklassen dienen der Einstufung von Bauteilen nach ihrer Feuerwiderstandsdauer. Im Detail geben die Zahlen also an, wie viele Minuten ein Bauteil \u2013 zum Beispiel eine Wand, eine Decke oder ein Dach \u2013 einem Feuer standh\u00e4lt.<\/p>\r\n<p>Auch die Systematik der\u00a0Feuerwiderstandsklassen ergibt sich aus der DIN 4102.<\/p>\r\n<p>Begegnet man einem Bauteil mit der Feuerwiderstandsklasse <strong>F<\/strong>90, hat man es nach DIN-4102 Teil 2 mit einem &#8222;allgemeinen Bauteil&#8220; mit einer Feuerwiderstandsdauer von\u00a0\u226790 (t in Minuten) zu tun. Die gleiche Feuerwiderstandsklasse (F90) findet man aber auch bei Brandw\u00e4nden und um die Verwirrung komplett zu machen auch noch bei F-Verglasungen.<\/p>\r\n<p>Die DIN-4102 regelt in ihren Teilen die Feuerwiderstandsklassen wie folgt (nur beispielhaft):<\/p>\r\n<ul>\r\n<li>Teil 2 &#8211; Bauteile allgemein &#8211; K\u00fcrzel <strong>F<\/strong> (z.B. F90)<\/li>\r\n<li>Teil 3 &#8211; Au\u00dfenwandbauteile &#8211; K\u00fcrzel <strong>W<\/strong> (z.B. W120)<\/li>\r\n<li>Teil 3 &#8211; Brandw\u00e4nde &#8211; K\u00fcrzel <strong>F<\/strong> (z.B. F180)<\/li>\r\n<li>Teil 5 &#8211; Brandsschutzabschl\u00fcsse &#8211; K\u00fcrzel <strong>T<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 6 &#8211; Brandschutzklappen &#8211; K\u00fcrzel <strong>K<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 6 &#8211; L\u00fcftungsleitungen &#8211; K\u00fcrzel <strong>L<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 9 &#8211; Kabelschottungen &#8211; K\u00fcrzel <strong>S<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 11 &#8211; Rohrdurchf\u00fchrungen &#8211; K\u00fcrzel <strong>R<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 11 &#8211; Installationssch\u00e4chte und -kan\u00e4le &#8211; K\u00fcrzel <strong>I<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 12 &#8211; Funktionserhalt elektrischer Leitungen &#8211; K\u00fcrzel <strong>E<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 13 &#8211; F-Verglasungen (Widerstand gegen Feuer und W\u00e4rmestrahlung) &#8211; K\u00fcrzel <strong>F<\/strong><\/li>\r\n<li>Teil 13 &#8211; G-Verglasungen (nur Widerstand gegen Feuer) &#8211; K\u00fcrzel <strong>G<\/strong><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>Auch die Feuerwiderstandsklassen werden in der\u00a0DIN EN 13501 (hier in Teil 2) normiert. Analog zur Klassifizierung \u00a0in der\u00a0DIN EN 13501 Teil 1 f\u00fcr die Baustoffklassen sind die Feuerwiderstandsklassen in Teil 2 der europ\u00e4ischen Norm gegen\u00fcber der DIN 4102 erweitert bzw. erg\u00e4nzt. Zum Beispiel werden die Klassifizierungszeiten der DIN 4102-2 (30, 60, 90, 120 und 180 Minuten) zus\u00e4tzlich mit den Zeiten 10, 15, 20, 45, 240 und 360 Minuten erg\u00e4nzt.<\/p>\r\n<p>Die Leistungseigenschaften der Bauteile werden in der DIN EN 13501 im Einzelnen mit folgenden Buchstaben abgek\u00fcrzt:<\/p>\r\n<ul>\r\n<li>R (R\u00e9sistance): Tragf\u00e4higkeit; kein Verlust der Standsicherheit<\/li>\r\n<li>E (Etanch\u00e9it\u00e9): Raumabschluss; Verhinderung des Feuer- oder Gasdurchtritts auf die unbeflammte Seite<\/li>\r\n<li>I (Isolation): W\u00e4rmed\u00e4mmung (unter Brandeinwirkung); Begrenzung der \u00dcbertragung von W\u00e4rme auf die dem Feuer abgewandte Seite<\/li>\r\n<li>W (Radiation; urspr\u00fcnglich <i>Watt<\/i>): W\u00e4rmestrahlung; Begrenzung des Durchtritts der W\u00e4rmestrahlung auf die abgewandte Seite<\/li>\r\n<li>S (Smoke): Rauchdichtheit; Begrenzung des Rauchdurchtritts in abgeschlossenen R\u00e4umen<\/li>\r\n<li>M (Mechanical): Mechanische Einwirkung; Sto\u00dfbeanspruchung auf die Wand<\/li>\r\n<li>C (Closing): Selbstschlie\u00dfend; f\u00fcr Rauchschutzt\u00fcren und andere Feuerschutzabschl\u00fcsse<\/li>\r\n<li>G: Ru\u00dfbrandbest\u00e4ndigkeit f\u00fcr Abgasanlagen<\/li>\r\n<li>K: Brandschutzwirkung; Schutz vor Entz\u00fcndung oder Verkohlung, f\u00fcr Wand- oder Deckenbekleidung<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>Dazu kommen Angaben zur Richtung der Feuerwiderstandsdauer (z.\u00a0B. i \u2192 o, von innen nach au\u00dfen bei nichttragenden Au\u00dfenw\u00e4nden) oder zu Pr\u00fcfbedingungen (z.\u00a0B. \u00a0konstante Brandbeanspruchung bei 500\u00a0\u00b0C (r)).<\/p>\r\n<p>Eine Wand der Feuerwiderstandsklasse F90 nach DIN\u00a04102 beispielsweise wird nach DIN-EN\u00a013501 als REI 90 bezeichnet. Soll diese Wand als Brandwand ausgef\u00fchrt werden, muss sie die Klassifikation REI 90-M besitzen (Zusatzkriterium Sto\u00dfbeanspruchung f\u00fcr die Brandwand).<\/p>\r\n<p>Soviel zur Headline und der &#8222;Brandklasse B1&#8220;. Sie sollten es jetzt besser wissen.<\/p>\r\n<h1>\ud83d\ude09\u00a0<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;um es vorweg zu sagen: Der Titel ist sowas von falsch! Aber&#8230; was denn nun? Brandschutzklassen &#8211; Baustoffklassen &#8211; Brandklassen? Gelegentlich herrscht da ein reges Durcheinander. Bezeichnungen und Abk\u00fcrzungen gehen recht wild durcheinander. 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